In 15 Minuten deine Fixkosten senken: Die Checkliste

Veröffentlicht am 2. August 2026 um 10:46

„Freiheit entsteht nicht dadurch, dass man immer mehr verdient, sondern dadurch, dass man immer weniger braucht, um gut zu leben.“

Bevor du deine Einnahmen und Ausgaben in dein Budget-Tool einträgst, lohnt sich ein einmaliger „Grossputz“. Viele Menschen zahlen monatlich für Verträge und Gewohnheiten, die sie längst vergessen haben oder gar nicht mehr nutzen.

Schnapp dir deine Kontoauszüge der letzten 3 bis 6 Monate und gehe diese vier Kategorien Punkt für Punkt durch.

1. Abonnements & Digitales

Hier versickert Geld meist unbemerkt in kleinen Beträgen, die sich übers Jahr aufsummieren.

[ ] Streaming-Dienste: Nutzen wir wirklich Netflix, Spotify, Disney+, Amazon Prime und YouTube Premium gleichzeitig?

[ ] Software & Apps: Abos für Cloud-Speicher, Fitness-Apps, Sprach-Lernprogramme oder Zeitungs-Abos, die seit Monaten ungenutzt sind.

[ ] Mitgliedschaften: Fitnessstudio, Sportverein, Bibliotheken oder Club-Mitgliedschaften, bei denen du lange nicht warst.

Regel: Kündige alles, was du in den letzten 30 Tagen nicht mindestens einmal mit Freude genutzt hast. Du kannst es jederzeit wieder aktivieren, wenn du es wirklich vermisst.

2. Energie, Verträge & Kommunikation

Hier geht es oft um träge Grundversorgungs-Tarife. Ein Wechsel oder Nachverhandeln bringt hier meist die grössten Summen.

[ ] Handy- & Mobilfunkverträge: Zahlst du noch für ein altes Smartphone mit, das längst abbezahlt ist? Brauchst du wirklich 50 GB Datenvolumen?

[ ] Internet & Festnetz: Wann hast du deinen Tarif das letzte Mal überprüft? Bestandskunden zahlen oft deutlich mehr als nötig.

[ ] Strom & Gas: Steckst du im teuren Grundversorgungstarif deines örtlichen Anbieters?

Tipp: Setze dir einmal im Jahr einen festen Kalendereintrag (z. B. im November), um Verträge zu vergleichen.

3. Versicherungen & Banken

Versicherungen sollen existenzbedrohende Risiken abdecken – nicht jedes kleine Alltagsrisiko.

[ ] Doppelte oder unnötige Versicherungen: Handyversicherungen, Reisegepäckversicherungen, Brillenschutz oder doppelt abgeschlossene Rechtschutzbausteine.

[ ] Garantieverlängerungen: Beim Kauf von Elektrogeräten abgeschlossene Zusatzversicherungen.

[ ] Kontoführungsgebühren: Zahlst du monatlich Gebühren für dein Girokonto oder deine Kreditkarte, obwohl es kostenlose, solide Alternativen gibt?

[ ] Dispo-Zinsen: Falls dein Konto im Minus ist: Priorität Nummer 1 ist das Ausgleichen. Dispozinsen sind der schnellste Weg, Geld zu verbrennen.


4. Alltag & Konsumgewohnheiten

Es geht nicht darum, sich jeden Spaß zu verbieten – sondern darum, unbewusste Routinen zu hinterfragen.

[ ] To-Go-Kultur & Kantine: Wie oft kaufst du unterwegs aus Bequemlichkeit Kaffee, Snacks oder Essen?

[ ] Lieferdienste: Wie viel geht monatlich für spontan bestelltes Essen drauf?

[ ] Spontankäufe & Impulskäufe: Kaufst du Dinge, nur weil sie im Angebot („Rabattschlacht“) sind?

Die 3 Grundregeln für den Fixkosten-Grossputz

Die 24-Stunden-Regel: Wenn du online etwas kaufen willst, das kein Grundbedürfnis ist, warte 24 Stunden. In 80 % der Fälle hat sich der Impuls danach erledigt.

Kündigen ist der Standard: Kündige Abos sofort nach dem Abschluss zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Wenn du den Dienst weiter nutzen willst, kannst du ihn jederzeit manuell verlängern.

Freigewordenes Geld sofort umleiten: Wenn du einen Vertrag kündigst und dadurch z. B. 30 € im Monat sparst, richte sofort einen Dauerauftrag ein, der diese 30 € am Monatsanfang auf dein Sparkonto oder in deinen Notgroschen schiebt. Sonst versickert das Geld an anderer Stelle.

Der nächste Schritt

Sobald du deine Fixkosten bereinigt hast, übertrage deine neuen, optimierten Zahlen in dein persönliches Budget-Tool. Erst dann siehst du deine echte Bilanz und wie viel Freiheit du dir gerade zurückgeholt hast.

Erstelle deine eigene Website mit Webador